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SLEEP Tagesschläfrigkeit

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Einsatz

Das Test-Set SLEEP Tagesschläfrigkeit erfasst Leistungseinbußen aufgrund von Tagesschläfrigkeit im verkehrspsychologischen und verkehrsmedizinischen Kontext.
Tagesschläfrigkeit und die sich daraus ergebenden Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz, in sozialen Situationen oder der Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit, stellen ein zentrales Symptom vieler Schlafstörungen und Erkrankungen dar (Weeß, 2004). Unter Tagesschläfrigkeit wird eine verminderte Wachheit bzw. eine reduzierte zentralnervöse Aktivierung verstanden. Typische Anzeichen einer erhöhten Tagesschläfrigkeit können dabei Störungen der Aufmerksamkeit, das ungewollte Einschlafen sowie Sekundenschlaf sein. Die Gefahr, ungewollt einzuschlafen, ist gerade in monotonen, reizarmen Situationen, wie sie häufig beim Autofahren vorkommen, am größten. Das Einschlafen kann dabei spontan und mit geringer Vorhersagbarkeit passieren und lässt sich willentlich nicht unterdrücken. Im Rahmen der verkehrspsychologischen bzw. klinisch neuropsychologischen Begutachtung liegt daher der Fokus der Untersuchung häufig auf Berufskraftfahrern. Eine erhöhte Tagesschläfrigkeit tritt jedoch auch oftmals als Symptom verschiedener körperlicher und psychischer Erkrankungen auf. In der Test-Set Auswertung werden alle Merkmalsbereiche zusammenfassend in Anlehnung an die Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung dargestellt, sodass der Anwender einen raschen und einfachen Überblick über mögliche Leistungseinbußen bei Tagesschläfrigkeit der Testperson erhält.

Gesetzliche Grundlagen und Validierung

In den neu aufgelegten deutschen Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung (BGL, herausgegeben von der Bundesanstalt für Straßenwesen; Gräcmann & Albrecht, 2014) vom 01. Mai 2014, wurde ein neues Kapitel „Tagesschläfrigkeit“ eingeführt, das auf die Bedeutung dieses Aspektes bei der Beurteilung der psychischen Leistungsfähigkeit im Rahmen der Fahreignung hinweist. Die Entwicklung des Test-Sets SLEEP orientiert sich an den Vorgaben der BGL zur Kraftfahreignung. Ebenso wurde Tagesschläfrigkeit in unterschiedlichen Studien als entscheidende Gefahrenquelle mit einem erhöhten Risiko für tödliche Verkehrsunfälle ermittelt (vgl. Studien der Bundesanstalt für Straßenwesen, des österreichischen Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) sowie des HUK Verbandes).

Auswertungsvarianten

  • Tabelle mit Rohwerten, Prozentrang und Konfidenzintervallen sowie Einschätzung der klinisch beeinträchtigten Dimensionen mittels einfachem Farbschema (Ampelsystem: rot-gelb-grün).
  • Profil.
  • Schriftlicher Report mit Profildarstellung und verbaler Beschreibung der individuellen Ergebnisse. Auch hier hilft das Ampel-Farbschema der schnellen Überblicksgewinnung.

Dimensionen

Das Test-Set SLEEP umfasst folgende Dimensionen und Tests:
Dimensionen Tests Testform/Subtests Dauer in Minuten
Dauer ca. 40
Schläfrigkeit/Wachheit – Alertness
Tonisch zentralnervöse Aktivierung Phasische zentralnervöse Aktivierung RT S7 ca. 8
Aufmerksamkeit
Vigilanz WAF S1 (visuell) ca. 32
Zur vertiefenden Abklärung der Aufmerksamkeitsdimensionen gemäß der Stufe 2 der Begutachtungsleitlinien können folgende Tests optional nach einer Pause von 5 Minuten vorgegeben werden:
Dimensionen Tests Testform/Subtests Dauer in Minuten
Gesamtdauer bei Vorgabe aller Dimensionen und Pause ca. 91
Geteilte Aufmerksamkeit WAF S1 (unimodal visuell) ca. 8
Selektive Aufmerksamkeit WAF S1 (unimodal visuell) ca. 6
Daueraufmerksamkeit WAF S1 (visuell) ca. 32

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Testinformationen

Testübergreifende Auswertung
Testübergreifende Normierung
Testübergreifende Validierung
Basiert auf gesetzlicher Regelung
Test(s) für Test-Set spezifisch angepasst
Zusatzgerät erforderlich

Sprachen

Deutsch
Englisch