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INHIB Response Inhibition

S. Kaiser, S. Aschenbrenner, U. Pfüller, D. Roesch-Ely & M. Weisbrod
Neuro
Verkehr
Sport
HR

Einsatz

Erfasst die verschiedenen Aspekte der Response Inhibition.
INHIB setzt in seinen einzelnen Testformen vier Paradigmen von Response Inhibition um und ermöglicht somit eine detaillierte Untersuchung dieser. Verwendet werden ein Stop-Signal-Paradigma, ein Go/Nogo-Paradigma, ein Cued Go/Nogo-Paradigma sowie ein Behavioral-Shift-Paradigma.

Die Response Inhibition ist die grundlegende Voraussetzung für flexibles und adäquates Verhalten und wird als Teil der exekutiven Funktionen angesehen. Störungen dieser Fähigkeit werden bei zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Störungsbildern beobachtet und gehen mit einer erheblichen Alltagsbeeinträchtigung einher. Daher wird INHIB in der Klinischen Neuropsychologie eingesetzt. In Abgrenzung zur Interferenz (Stroop-Test) ist bei der Response Inhibition die Unterdrückung einer motorischen Antwort zentral, während beim Stroop-Test die Kontrolle kognitiver Interferenz erforderlich ist.

Aufgabe für die Testperson

Je nach Testform reagiert die Testperson auf unterschiedliche Reizdarbietungen. Dabei soll sie bspw. eine ausführende Reaktion unterdrücken sobald ein Hinweisreiz ertönt (Stop-Signal) oder ausschließlich bei der Darbietung eines bestimmen Reizes reagieren (Go/Nogo). Bei Behavioral Shift Aufgaben sind stetige Verhaltenswechsel, abhängig von dem dargebotenen Reiz, notwendig. In den Testformen mit der „Cued Go/Nogo“-Bedingung betätigt die Testperson immer genau dann eine Taste, wenn zwei bestimmte Reize aufeinander folgen.

Testformen

S1/S2: Stop-Signal Parallelform 1 bzw. 2.
S3/S4: Go/Nogo Parallelform 1 bzw. 2.
S5/S6: Cued Go/Nogo Parallelform 1 bzw. 2.
S7/S8: Behavioral Shift A (nur Shift) Parallelform 1 bzw. 2.
S9/S10: Behavioral Shift B (Shift und Inhibition) Parallelform 1 bzw. 2.
S13/S14: Go/Nogo Kurzform 1 & 2.

Auswertung

Je nach Testform werden folgende Hauptvariablen ausgewertet:

  • S1/S2: Stop-Signal
    • Stop-Signal Reaktionszeit: Maß für die Effektivität bzw. Schnelligkeit des Inhibitionsprozesses.
  • S3/S4/S13: Go/Nogo
    • Anzahl Kommissionsfehler: Maß für die Effektivität des Inhibitionsprozesses durch Messung der fehlenden Inhibition.
  • S5/S6: Cued Go/Nogo
    • Anzahl Kommissionsfehler: Maß für die Effektivität des Inhibitionsprozesses durch Messung der fehlerhaften Reaktionen auf den Hinweisstimulus.
  • S7/S8: Behavioral Shift A
    • Anzahl Wechselfehler: Maß für die Effektivität des Inhibitionsprozesses und Reaktionsfähigkeit auf den neuen Reiz.
  • S9/S10: Behavioral Shift B
    • Anzahl Kommissionsfehler: Maß für die Effektivität des Inhibitionsprozesses durch Messung der fehlerhaften Reaktionen auf den Hinweisstimulus.
    • Anzahl Wechselfehler: Maß für die Effektivität des Inhibitionsprozesses und Reaktionsfähigkeit auf neuen Reiz. Zusätzlich ermöglichen die differenzierten Ergebnisse für die erste und zweite Testhälfte einen Vergleich der Arbeitsleistung und -schnelligkeit.

Auswertungselemente

Tabelle
Profil
Bearbeitungszeit
Konfidenzintervall
Profilanalyse
Testprotokoll
Itemanalyseprotokoll
Verlaufsdarstellung
Spezielle grafische Ergebnisdarstellung
Aufbereiteter Word-Report
Als PDF anzeigen

Testart

Spezielle Leistungstests

Testinformationen

adaptiv
modular
sprachfreies Aufgabenmaterial
Paralleltestform
Rasch-Modell-konform
Zusatzgerät erforderlich
hohe Testsicherheit
breites Normspektrum
Testform vorhanden für Online-Vorgabe open mode
CogniPlus-Verknüpfung
testleitergestütztes Testen

Sprachen

Deutsch
Englisch
Französisch
Italienisch
Niederländisch
Portugiesisch
Russisch
Slowenisch
Spanisch
Tschechisch
Türkisch
Ungarisch

Dauer

Je nach Testform ca. 4–10 Minuten.

Vorgabealter

Normen ab 15 Jahren.

Besonderheiten

Detaillierte Erfassung verschiedener Aspekte von Response Inhibition unter Berücksichtigung unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.

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