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FFT Fragebogen zum funktionalen Trinken

E. Belitz-Weihmann & P. Metzler
Neuro
Verkehr
Sport
HR

Einsatz

Erfasst die positiv empfundene psychische Wirkung und soziale Funktion des Alkoholtrinkens.
Dieses klinische Verfahren erhebt den individuellen Verstärkerwert von Alkoholkonsum. Aus den Angaben über die gewünschte Funktion des Alkohols sollen Personen mit Alkoholproblemen identifiziert werden. Daher wir der Test vor allem im klinischen und verkehrspsychologischen Kontext eingesetzt.

Aufgabe für die Testperson

Die Testperson gibt auf einer vierstufigen Antwortskala an, wie sehr, je nach Testform, vorgegebene Aussagen auf sie zutreffend sind bzw. waren. Dabei ist es möglich, die vorherige Antwort zu korrigieren.

Testformen

S1: Langform – Gegenwart.
S2: Langform – Vergangenheit.
S3: Kurzform – Gegenwart.

Auswertung

Folgende Hauptvariablen werden ausgewertet:

In S3 wird die Variable Symptome der psychischen und physischen Abhängigkeit nicht ausgewertet.

  • Exzitative Alkoholwirkung: Beschreibt die stimulierende Wirkung des Alkohols – Erhöhung der Selbstsicherheit und Risikobereitschaft, Verringerung der Selbstkontrolle und Kritikfähigkeit.
  • Psychopharmakologische Alkoholwirkung: Beschreibt die stimmungs- und erregungsbezogene Wirkung des Alkohols – antidepressive, angstlösende und sedierende Komponente.
  • Soziodynamische Funktion des Trinkens: Beschreibt die gruppenbezogene, sozial integrierende Wirkung des Alkohols – Kontakte knüpfen, sich trauen jemanden anzusprechen, Kontakte aufrechterhalten.
  • Normausnutzendes Hintergrundtrinken: Beschreibt die kulturell bedingte soziale Akzeptanz des Trinkens im Alltagsleben – Trinken als Akt der Selbstbelohnung, Trinken auf Festen.
  • Symptome der psychischen und physischen Abhängigkeit: Komplexer Prozess der Selbstverstärkung des Trinkens – Probleme werden zur Motivation.

Zusätzlich wird ein Diskriminanzscore ausgewertet, der einen Hinweis zur Klassifizierung zwischen „Normaltrinkern“ und Alkoholabhängigen Personen bietet.

Auswertungselemente

Tabelle
Profil
Bearbeitungszeit
Konfidenzintervall
Profilanalyse
Testprotokoll
Itemanalyseprotokoll
Verlaufsdarstellung
Spezielle grafische Ergebnisdarstellung
Aufbereiteter Word-Report
Als PDF anzeigen

Testart

Klinische Verfahren

Testinformationen

adaptiv
modular
sprachfreies Aufgabenmaterial
Paralleltestform
Rasch-Modell-konform
Zusatzgerät erforderlich
hohe Testsicherheit
breites Normspektrum
Testform vorhanden für Online-Vorgabe open mode
CogniPlus-Verknüpfung
testleitergestütztes Testen

Sprachen

Deutsch
Englisch
Französisch
Italienisch
Niederländisch
Portugiesisch
Rumänisch
Russisch

Dauer

Bei Vorgabe aller Subskalen je nach Testform ca. 12–15 Minuten.

Vorgabealter

Normen ab 14 Jahren (Langformen).

Besonderheiten

Spezialnormen von verkehrspsychologischem Klientel und abstinenten alkoholabhängigen Personen vorhanden.