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AVEM Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster

U. Schaarschmidt & A. W. Fischer
Neuro
Verkehr
Sport
HR

Einsatz

Erfasst stressbezogenes Arbeitsverhalten.
Der Test dient der Früherkennung gesundheitlicher Risiken. Er wird zur Konzeption und Planung von personen- und bedingungsbezogenen Vorsorgemaßnahmen (bspw. im Hinblick auf Burnout) verwendet.
Der Test wird vor allem in Staff & Management Assessments, der Arbeits- und Organisationsgestaltung, der beruflichen Rehabilitation sowie in der gesundheits- und klinisch-psychologischen Beratung eingesetzt.

Aufgabe für die Testperson

Die Testperson schätzt mit Hilfe einer fünfstufigen Antwortskala ein, inwieweit verschiedene Aussagen über Situationen oder Einstellungen auf sie zutreffend sind. Antworten können einmal korrigiert werden.

Testformen

S1: Standardform.
S2: Kurzform.

Auswertung

Folgende Hauptvariablen werden ausgewertet:

  • Subjektive Bedeutsamkeit der Arbeit im persönlichen Leben.
  • Beruflicher Ehrgeiz.
  • Verausgabungsbereitschaft.
  • Perfektionsstreben.
  • Distanzierungsfähigkeit (Fähigkeit zur psychischen Erholung von der Arbeit).
  • Resignationstendenz bei Misserfolg.
  • Offensive Problembewältigung (Aktive und optimistische Haltung).
  • Innere Ruhe und Ausgeglichenheit (Erleben psychischer Stabilität).
  • Erfolgserleben im Beruf (Zufriedenheit).
  • Lebenszufriedenheit.
  • Erleben sozialer Unterstützung.

Auswertungselemente

Tabelle
Profil
Bearbeitungszeit
Konfidenzintervall
Profilanalyse
Testprotokoll
Itemanalyseprotokoll
Verlaufsdarstellung
Spezielle grafische Ergebnisdarstellung
Aufbereiteter Word-Report

Zusätzlich werden die Einzelskalen zueinander in Bezug gesetzt und eine Bewertung des Verhaltens unter dem Gesundheitsaspekt ermöglicht. Somit kann die Testperson mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit den Profilen zugeordnet werden. Es gibt vier unterschiedliche Profile:

  • Muster G – hohes, aber nicht überhöhtes, berufliches Engagement, ausgeprägte Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen, positives Lebensgefühl („psychische Gesundheit“).
  • Muster S – ausgeprägte Schonungs- (oder auch Schutz-) tendenz gegenüber beruflichen Anforderungen („relative Zufriedenheit“).
  • Risikomuster A – exzessives Engagement (Selbstüberforderung) bei eher eingeschränktem Lebensgefühl und verminderter Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen.
  • Risikomuster B – vorherrschendes Erleben von Überforderung, Erschöpfung und Resignation.

Testart

Spezielle Persönlichkeitsverfahren

Testinformationen

adaptiv
modular
sprachfreies Aufgabenmaterial
Paralleltestform
Rasch-Modell-konform
Zusatzgerät erforderlich
hohe Testsicherheit
breites Normspektrum
Testform vorhanden für Online-Vorgabe open mode
CogniPlus-Verknüpfung
testleitergestütztes Testen

Sprachen

Arabisch
Bosnisch
Chinesisch (Kurzzeichen)
Deutsch
Englisch
Französisch
Kroatisch
Niederländisch
Polnisch
Portugiesisch
Rumänisch
Russisch
Schwedisch
Serbisch
Tschechisch
Ungarisch

Dauer

Je nach Testform ca. 10–13 Minuten.

Vorgabealter

Normen ab 16 Jahren (Anfallsstichprobe).

Besonderheiten

Spezialnormen von Personen in Rehabilitation aufgrund verschiedener Krankheitsbilder und von Beschäftigten oder Studenten in unterschiedlichen Bereichen vorhanden.

Videos