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Testen und trainieren ist wechselseitig aufeinander bezogen, insbesondere wenn es um Optimierung geht. Bei der Testauswahl bzw. -konfiguration geht es darum, allg. interventions- und spez. trainingsrelevante Daten und Informationen zu generieren. Beim Training geht es darum, die Auswirkungen und den Erfolg prozessual und resultativ zu evaluieren und zu kontrollieren. Deshalb ist das Mentale Test- und Trainings-System (MTTS), wie ich es auf handlungstheoretischer Grundlage konzipiert habe und wie es mit Beiträgen von Mitarbeitern und internationalen Kooperationspartnern entwickelt und gemeinsam mit der Fa. Schuhfried realisiert wird, ein Verbund von diagnostischen als auch Interventionsinstrumenten.

Kurzbiographie:
Prof. Dr. Dieter Hackfort hat seinen Lehrstuhl für Sportpsychologie am Department für Sportwissenschaft in der Fakultät für Humanwissenschaften der Uni Bw München. Für seine Arbeiten, die in 28 Büchern und mehr als 170 Zeitschriftenbeiträgen dokumentiert sind, wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Wissenschaftspreis des Deutschen Sportbundes, dem Honor Award der ISSP (Internationale Gesellschaft für Sportpsychologie) und einer Ehrenprofessur an der Universität in Wuhan (China). Er war von 1989 bis 1993 Vorsitzender der deutschen Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp), von 2005 bis 2009 Präsident der ISSP und 12 Jahre Editor-in-Chief des International Journal of Sport and Exercise Psychology. Neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit hat er sich in der Beratung und Betreuung von Profisportlern, u.a. in der Formel 1 und der DTM, sowie von Olympiaathleten in verschiedenen Sportarten engagiert.

Testkurzbeschreibung:
MDT

Interview:

Welche Zielsetzung lag in der Entwicklung des Tests?
Grundsätzlich ein Instrument für das Testen und Trainieren einer für verschiedene Handlungsbereiche und Tätigkeiten relevanten Dimension zu entwickeln. Speziell den Prozess des (kognitiven) Entscheidens und (motorischen) Reagierens differenziert zu operationalisieren, um differentielle Ansatzpunkte für das Training identifizieren zu können. Wesentlich war es, dies im Hinblick auf Bewegung anzulegen.

Was war die größte Herausforderung in der Entwicklung Ihrer Tests?
Das Design der Testaufgabe und den Testablauf so zu gestalten, dass sowohl die Umsetzung der Testkonzeption als auch die Grundlage für die Dateninterpretation als angemessen beurteilt werden können.

Für welche Zielgruppe wurden die Tests entwickelt?
Zunächst für Sportler im Nachwuchs- und Spitzenbereich, dann aber auch für Personen, denen die Identifikation von Störungen oder Schwächen in dem Bereich und die Applikation spez. Trainings helfen können.

Was sind die Besonderheiten an den Tests?
Die auf Bewegung hin angelegte Testaufgabe und die differenzierte Erfassung der Leistungsparameter.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten an Tests sehen Sie in der Zukunft bzw. interessieren Sie besonders?
Die Variation von Testaufgaben (von im Prinzip vorliegenden Tests) zur Entwicklung bzw. Spezifizierung des Handlungsbezugs und der ökologischen Validität in Verbindung mit dem Ausbau von Testinstrumenten bzw. -konfigurationen zu Trainingsinstrumenten bzw. Trainingskonfigurationen.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.unibw.de/hum/dfs/personen/prof/dieterhackfort