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Ein vorrangiges Ziel unserer Arbeit ist es, computer-basierte Testformate mit etablierten Methoden der Skalierung und Psychometrie so zu vereinen, dass neue und innovative Testformate entstehen, die einerseits wissenschaftlich validiert und andererseits für die praktische Anwendung mit hohem Nutzen verbunden sind.

Kurzbiographie:
Samuel Greiff studierte Psychologie zunächst in Marburg (2000-2003) und anschließend in Bergen (Norwegen; 2004) und Heidelberg (2003-2006). 2010 promovierte er zum Thema „Individualdiagnostik der Problemlösefähigkeit“ in Heidelberg. Seit 2012 lehrt und forscht er als ATTRACT fellow und seit 2015 als Associate Professor an der Universität Luxemburg. In seiner Forschergruppe „Computer-Based Assessment“ werden neben individueller Problemlösefähigkeit auch andere „21st Century Skills“ wie Kreativität, Kollaboratives Problemlösen oder Global Competencies beforscht. Neben der forschenden Tätigkeit unterhält die Gruppe enge Kooperationen mit internationalen Large-Scale-Studien wie PISA oder PIAAC.

Test Kurzbeschreibung:
COMPRO

Interview:

Welche Zielsetzung lag in der Entwicklung des Tests?
Die Zielsetzung bei der Entwicklung von COMPRO war es, ein als individuelles Merkmal hochinteressantes und relevantes Fähigkeitskonstrukt, Komplexes Problemlösen, in einem Testverfahren für die individuelle Diagnostik erfassbar zu machen.

Was war die größte Herausforderung in der Entwicklung Ihrer Tests?
Einerseits die kognitionspsychologische Definition von Komplexem Problemlösen in den Aufgaben von COMPRO abzudecken und andererseits zeitgleich die psychometrische Qualität und die Skalierbarkeit der Aufgaben zu gewährleisten – sozusagen den Spagat zwischen inhaltlicher Breite und Standardisierung zu meistern.

Für welche Zielgruppe wurden die Tests entwickelt?
COMPRO ist zunächst einmal auf Jugendliche und Erwachsene ausgerichtet und insbesondere geeignet für die Diagnostik von Personen, die in ihren Berufen strategisch denken und zielgerichtet handeln müssen.

Was sind die Besonderheiten an den Tests?
COMPRO beinhaltet, in Abgrenzung zu vielen anderen Testverfahren, ein Itemformat, das ausschließlich computer-basiert vorgegeben werden kann und in dem die Interaktion zwischen der Person und der vorgegebenen Problemsituation im Vordergrund steht.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten an Tests sehen Sie in der Zukunft bzw. interessieren Sie besonders?
Persönlich interessiert mich in meiner forschenden Tätigkeit wie wir Prozess- und Verhaltensdaten nutzbar machen können in einer Form, dass sie uns wichtige Erkenntnisse über die Gesamtperformanz hinaus vermitteln. Erste Aspekte hiervon sind in COMPRO bereits verwirklicht.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website der Université du Luxembourg oder auf dem Facebook Profil.