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Kurzbiographie:
Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Funke, geboren 1953, hat an den Universitäten Düsseldorf, Basel und Trier studiert. Promotion 1984 Uni Trier, Habilitation 1990 Uni Bonn. Er leitet seit April 1997 die Arbeitseinheit Allgemeine und Theoretische Psychologie am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. 2008/2009 war er Marsilius-Fellow. Schwerpunkte seiner Forschung sind Denken, Problemlösen und Kreativität. Von 2009 bis 2014 war er Chairman der Internationalen Expertengruppe zum Thema „Problem Solving“ für die weltweiten PISA-Studien der OECD.

Testkurzbeschreibung:
PAD

Interview:

Welche Zielsetzung lag in der Entwicklung des Tests?
Daniel Holt (mein Ko-Autor von PLAND) und ich wollten einen leicht zu bedienenden Test höherer kognitiver Funktionen, der sowohl für diagnostische als auch für Trainingszwecke geeignet ist. Dabei sollte neben der Erfüllung psychometrischer Kriterien auch die Alltagsnähe gegeben sein.

Was war die größte Herausforderung in der Entwicklung Ihrer Tests?
Herausfordernd war zum einen die Herstellung einer breiten Palette unterschiedlich schwieriger Anforderungen, zum anderen die Ableitung geeigneter Indikatoren für Planungskompetenz. Beide Herausforderungen haben wir nach unserer Meinung gut bewältigt.

Für welche Zielgruppe wurden die Tests entwickelt?
Zielgruppe sind Patienten in der Reha-Phase, bei denen höhere kognitive Funktionen schon wieder weitgehend hergestellt sind. Problemlösendes Planen zählt meist zu den besonders schwierigen Anforderungen.

Was sind die Besonderheiten an den Tests?
Es wird eine integrierte Planung mehrerer Aufgaben verlangt, die eine Befolgung räumlicher und zeitlicher Randbedingungen gleichermaßen vorsieht („planning under constraints“).

Welche Entwicklungsmöglichkeiten an Tests sehen Sie in der Zukunft bzw. interessieren Sie besonders?
Adaptive Testverfahren finde ich reizvoll, die nah an den Fähigkeiten der Testanden liegen und damit optimale Herausforderungen darstellen. Die Verknüpfung von Diagnostik und Training sollte verstärkt werden.

Weiterführende Informationen auf der Website des Autors: https://www.psychologie.uni-heidelberg.de/ae/allg/mitarb/jf/