Durch Biofeedback lernt ein Sportler, Körperfunktionen wie Atmung und Muskelspannung bewusst zu steuern. Biofeedback hilft so, die Technik zu optimieren, Wettkampfsangst abzubauen, den optimalen Aktivierungszustand während des Wettkampfs zu erlangen oder nach Verletzungen schneller zu genesen. Einsatzgebiete von Biofeedback 2000x-pert im Sport können sein:

  • Erhebung des individuellen psychophysiologischen Reaktions- und Verhaltensmusters, beispielsweise in einer „wettkampfnahen“ Belastungssituation
  • Abbau von Wettkampfängsten durch den Einsatz von Entspannungstechniken und damit Steigerung der Wettkampfleistung
  • Regulierung des Arousals (der Aktivierung), so dass die sog. „Zone des optimalen Funktionierens“ auch im Wettkampf besser erreicht werden kann.
  • Optimierung der Wiederherstellung durch die Unterstützung aktiver und passiver Regenerationsmaßnahmen.
  • Unterstützung bei der Rehabilitation nach Verletzungen, indem der Sportler durch Biofeedback lernt, wieder Kontrolle über die Muskulatur zu erhalten, den Krafteinsatz richtig zu steuern oder eine gleich starke Muskelspannung in beiden Körperhälften aufzubauen. Darüber hinaus kann eine eventuelle Angst vor neuerlicher Verletzung abgebaut werden.
  • Fine Tuning der Technik, wobei der Sportler mit einem Biofeedback-Training unerwünschte Spannungen aufspürt, unökonomische Bewegungsabläufe entdeckt und diese in die gewünschte Richtung beeinflussen und verändern kann.
  • Als „Frühwarnsystem“, denn regelmäßige Biofeedbacksitzungen geben einen Überblick über das Verhältnis zwischen Belastung und Erholung.

Trainingsprogramme

  • BFBEL Belastungstest

    Anwendungsmöglichkeiten

    • Stressmanagement
    • Psychosomatische Beschwerden unter Stress
    • Psychophysiologische Belastungsfähigkeit

    Beschreibung
    Ziel des Programms ist es, zu erkennen, wie der Klient in einer aktiven Stresssituation reagiert.

    Der Klient beurteilt mittels Mausklick die Form und die Farbe einer geometrischen Figur, die sich auf dem Bildschirm bewegt, und das begleitende akustische Signal. Der Computer adaptiert laufend das Tempo der Vorgabe an die aktuelle Leistung des Klienten. Dadurch entsteht eine optimale Dauerbelastung.

  • BFEEG Elektroenzephalographie

    Anwendungsmöglichkeiten

    • ADS/ADHS
      Das Trainingsziel ist die Verringerung von Theta- bei gleichzeitiger Erhöhung von Beta- und SMR-Aktivität. Das Training erfolgt in mehreren Phasen, zum Beispiel:
      1. Phase Theta verringern
      2. Phase Theta verringern, SMR erhöhen
      3. Phase Theta verringern, SMR erhöhen, Beta erhöhen
    • Abhängigkeitserkrankungen (v.a. Alkoholismus)
      Das Trainingsziel ist eine Erhöhung der Alpha- und Theta-Aktivität.
    • Angststörungen (v.a. posttraumatische Belastungsstörungen)
      Das Trainingsziel ist eine Erhöhung der Alpha- und Theta-Aktivität
    • Depressionen, Epilepsie, Schlafstörungen
      Das Trainingsziel ist eine Erhöhung der SMR- und Beta-Aktivität.

    Beschreibung
    Die Rückmeldung durch dieses Training macht es dem Klienten möglich, verschiedene Frequenzbereiche der Gehirnaktivität bewusst zu verändern.

    Für die wichtigsten Anwendungsgebiete des EEG stehen voreingestellte Therapieformen zur Verfügung, die sofort einsatzbereit sind. Diese Trainingsformen steuern über Schwellenwerte ein Video, das dem Klienten als Belohnung dargeboten wird.

  • BFEMG EMG-Entspannungstraining

    Anwendungsmöglichkeiten

    • Zervikalsyndrom
    • Rückenschmerzen
    • Tinnitus
    • EMG-Entspannungstraining

    Beschreibung
    Der Klient versucht, verspannte Muskeln bewusst zu entspannen. Dabei kann entweder das Linienfeedback oder das Schwellenwerttraining eingesetzt werden.

    Beim Zervikalsyndrom und bei Rückenschmerzen können die linke und die rechte Seite des Rückens gleichzeitig abgeleitet werden. Das Programm stellt die Messwerte auf derselben Achse dar. So ist ein direkter Vergleich der beiden Muskelspannungen möglich.

    Vier verschiedene Frequenzbereiche (für langsame und schnelle Muskelfasern) und sieben verschiedene Messbereiche (einstellbare Verstärkung) bieten optimale Voraussetzungen für ein gezieltes Training.

  • BFHRV Herzratenvariabilität

    Als Herzratenvariabilität (HRV) wird die Fähigkeit eines Organismus bezeichnet, den zeitlichen Abstand zwischen den Herzschlägen ständig an die jeweiligen Erfordernisse anzupassen. Körperliche Beanspruchung oder psychische Belastung haben eine Erhöhung der Herzfrequenz zur Folge, bei Entlastung und Entspannung geht die Herzfrequenz wieder zurück.
    Die Herzratenvariabilität ist ein guter Indikator für gesundheitlichen Status, Stresstoleranz, Resilienz und biologisches Alter. Eingeschränkte Herzratenvariabilität weist auf gesundheitliche Labilität, Burnout, Depressivität und ein höheres biologisches Alter (im Vergleich zum tatsächlichen Lebensalter) hin.

    Anwendungsmöglichkeiten

    • Abbau psychischer und physiologischer Spannungen
    • Psychosomatische Erkrankungen
    • Unterstützung der Therapie bei Herzerkrankungen
    • Psychovegetative Erschöpfung
    • Schlaflosigkeit
    • Bluthochdruck
    • Bewältigung von Stress und Angst
    • Erhöhung der Werte von DHEA („Jugendhormon“)
    • Reizdarm

    Beschreibung
    Das Training zielt auf eine Kohärenz von Atmung, Puls und Blutdruck ab. Dazu werden drei verschiedene Trainingsformen angeboten.

  • BFMUSK Neuromuskuläre Rehabilitation

    Anwendungsmöglichkeiten

    • Schlaffe Lähmungen
    • Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates
    • Schiefhals
    • Radikulärer Kopfschmerz
    • Inkontinenz

    Beschreibung
    Während der Rehabilitation trainiert der Klient gezielt bestimmte Muskelgruppen mit Hilfe einer vorgegebenen Soll-Grafik. Ziel ist einerseits die erhöhte Kontrollfähigkeit der Muskelanspannung, andererseits der gezielte Aufbau von Muskelmasse.

    Der Klient spannt die betroffene Muskelgruppe in regelmäßigen Abständen an und entspannt sie wieder. Dabei versucht er, dem vorgegebenen Verlauf einer Grafik auf dem Bildschirm zu folgen. Diese beruht auf den Werten des Klienten, die das Programm in der Kalibrierungsphase erhoben hat.

    Um das Training auf längeren Zeitraum durchführbar zu gestalten, gibt das Programm nur 75% des in der Kalibrierungsphase erreichten Maximalwertes vor. Sieben Möglichkeiten für die Einstellung der Empfindlichkeit und vier verschiedene Filter stehen zur Verfügung. Damit kann eine für den Klienten motivierende Rückmeldung sichergestellt werden, selbst wenn die Muskelsignale nur schwach sind. Um in den ersten Sitzungen das Training zu erleichtern, können die Kontraktionsphasen, die Zahl der Wiederholungen und die Pausen individuell angepasst werden.

  • BFRESP Atemtraining

    Anwendungsmöglichkeiten

    • Entspannungstraining
    • Essentielle Hypertonie
    • Asthma bronchiale
    • Migräne, Panikattacken, Agoraphobie

    Beschreibung
    Das von Dr. Rudolf Marx entwickelte Verfahren ermöglicht das Erlernen einer ökonomisch richtigen, entspannenden Atmung mit Hilfe einer vorgegebenen Idealkurve.

  • BFSTAT Statistikmodul

    Mit dem Statistikmodul können Daten, die mit Biofeedback 2000x-pert gewonnen wurden, für weiterführende statistische Analysen mit handelsüblichen Statistikprogrammen aufbereitet werden. Im Rahmen von Studien können so Vergleiche zwischen verschiedenen Sitzungen, Personen oder auch innerhalb einer Sitzung durchgeführt werden.

    Folgende Einstellungen sind möglich:

    Intervalle: Legen Sie flexibel fest, welche Intervalle von Interesse sind. Es stehen mehrere Auswahlmethoden zur Verfügung: automatisch markergesteuerte, sitzungsrelative und absolut positionierte.
    Messkanäle: Wählen Sie die relevanten Messkanäle.
    Intervallkennwerte: Bestimmen Sie, welche Kennwerte der gewählten Intervalle berechnet werden sollen (Mittelwert, Median, Minimum, Maximum, Steigung, Standardabweichung etc.).

    Das Programm kann bei der Berechnung Daten glätten und Ausreißer entfernen.

    Die Daten lassen sich in einem Format für SPSS oder tabulatorgetrennt (z.B. für Excel) exportieren.

  • BFSTR Aktivierungsscreening (Stresstest)

    Anwendungsmöglichkeiten

    • Stressmanagement
    • Psychosomatische Beschwerden unter Stress
    • Reaktionsanalyse physiologischer Parameter

    Beschreibung
    Dieser standardisierte Test zeigt auf, in welchen vegetativen Systemen (Herz-Kreislauf, Hautleitwert, Muskeltonus etc.) der Klient besonders stark auf Stress reagiert. Weiters können Rückschlüsse auf den zeitlichen Verlauf psychischer Prozesse (z.B. Erwartungsangst) und auf den Umgang mit Stresssituationen gezogen werden.

    Das Aktivierungsscreening ist in vier Phasen untergliedert:

    1. Entspannungsphase (Baseline)
    2. Ankündigungsphase
    3. Konfrontationsphase mit einem Stressreiz (visuell und akustisch)
    4. Entspannungsphase

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