Ablauf einer Trainingssitzung
1. Das Training vorbereiten
Der Start von CogniPlus führt Sie direkt ins übersichtliche, detaillierte Menü. Sobald Sie einen Klienten angelegt haben, öffnet CogniPlus einen Klientenakt mit den vier Karteikarten „Klientendaten“, „Training“, „Resultate“ und „Logbuch“.

- Karteikarte "Training"
In der Karteikarte „Klientendaten“ geben Sie die Daten des Klienten ein.
Die Karteikarte „Training“ listet alle verfügbaren Trainingsverfahren auf. Sie wählen das gewünschte Verfahren und dessen Dauer aus. Pro Sitzung können Sie auch mehrere Trainingsverfahren hintereinander vorgegeben, deren Reihenfolge Sie in der Trainingsabfolgeliste vorher einstellen.

- Karteikarte "Logbuch"
Die Karteikarten „Resultate“ und „Logbuch“ liefern Ihnen Trainingsergebnisse und Daten zur Sitzung. Im „Logbuch“ notiert das System automatisch das Datum von Sitzungen. Hier können Sie auch Kommentare vermerken. So liegt Ihnen ein kompakter, vollständig digitaler Klientenakt vor.
Wenn Ihr Klient allein arbeiten kann, bestimmen Sie nach Auswahl der Trainingsverfahren, ob er nach Absolvierung eines Programms selbst das nächste starten und so selbstständig eine gesamte Trainingssitzung durchlaufen soll oder ob Sie das jeweils nächste Programm starten. Ihre Anwesenheit ist also während der Sitzung nicht unbedingt erforderlich, außer der Klient benötigt eine besondere Betreuung (z.B. Kinder oder schwer beeinträchtigte Patienten).
2. Instruktionsphase

- Instruktionsphase
Jedes Training startet mit einer Instruktionsphase. Einfach formulierte Texte erklären Ihrem Klienten, was er zu tun hat. Beim Durchlesen kann er sich soviel Zeit nehmen, wie er braucht. So wird Stress vermieden.
Um dem Klienten die Orientierung zu erleichtern, sind alle CogniPlus-Trainingsprogramme einheitlich gestaltet. Außerdem wurde auf Alltagswissen zurückgegriffen; so sind beispielsweise die Startbuttons in Anlehnung an Verkehrsampeln in Grün gehalten. Unterstützt durch den gezielten Einsatz von Größe und Farbe der Darstellungen nimmt der Klient die Informationen selektiv nach ihrer Wichtigkeit wahr.
Übrigens: Die CogniPlus-Trainingsverfahren ALERT, VIG und SELECT sind aufgrund einer Halbseitendarstellung auch für Patienten mit Halbseiten-Neglect oder Hemianopsie einsetzbar. Der Text erscheint je nach Region des Neglects oder des Gesichtsfeldausfalls entweder auf der linken oder rechten Hälfte des Bildschirms.
3. Übungsphase

- Übungsphase
Auf jede Instruktionsphase folgt eine Übungsphase. Zeigen die Reaktionen Ihres Klienten, dass er die Aufgabe noch nicht verstanden hat, weist ihn das System automatisch noch einmal ein. Die Trainingsphase beginnt erst, wenn der Klient in der Übungsphase erfolgreich ist.
4. Trainingsphase

- Trainingsphase
Mit CogniPlus können Sie auf allen Schwierigkeitsstufen einer Leistungsbandbreite trainieren. Beginnt ein neuer Klient mit dem Training, erkennt CogniPlus innerhalb kurzer Zeit automatisch sein Niveau und stuft ihn richtig ein. Hat Ihr Klient bereits eine oder mehrere Trainingssitzungen hinter sich, so beginnt die neue Sitzung dort, wo die letzte beendet wurde.
Um den Klienten nicht zu unter- oder überzufordern, sind alle Trainingsverfahren adaptiv gestaltet, d.h. sie passen sich laufend an das Leistungsniveau des Klienten an.
5. Ergebnisauswertung
CogniPlus bietet zwei Arten der Ergebnisauswertung an:

- Auswertung für Klienten
1.) Für den Klienten: Jedes Training schließt mit einer leicht verständlichen Gesamtdarstellung des Leistungsverlaufs in den letzten Sitzungen.

- Auswertung für Betreuer
2.) Für den Betreuer: Nach Beendigung der Sitzung sind Detailergebnisse zu den einzelnen Verfahren einer Trainingssitzung verfügbar. Diese beinhalten u.a. mittlere Reaktionszeiten und die Anzahl richtiger, verspäteter, falscher und ausgelassener Reaktionen pro Schwierigkeitsstufe. Außerdem ist in einem Verlaufsdiagramm jede einzelne Reaktion, die während des Trainings getätigt wurde, hinsichtlich Schwierigkeitsstufe, Reaktionszeit und Bewertung (richtig, verspätet, etc.) charakterisiert. Auch ein Vergleich der Leistung der letzten Sitzung mit der Performance in den vorangegangenen Sitzungen ist möglich.
